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Die Farbe Orange Kann China die Farbe Orange verbieten? Zweck: Die Olympischen Spiele Ingangsetzung: Das Projekt wird Anfang Hintergrund: China ist als ein Land bekannt, dass seine eigene Bevölkerung und die Menschenrechte schwer unterdrückt. Es gibt unzählige Beispiele, von der Einverleibung Tibets zur Erschiessung der eigenen Studenten auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Die extreme Unterdrückung der Meinungsfreiheit macht es unmöglich, diese Unterdrückung in China zu besprechen. Es besteht kein Zweifel, dass China die Veranstaltung der Olympischen Spiele 2008 dazu nutzen wird, sein Image zu verbessern. Durch die Veranstaltung von perfekten und gut funktionierenden Spielen hofft die Regierung, China als ein effizientes und modernes Land darzustellen. Einige haben OS 2008 mit den Olympischen Spielen Viel hat sich seit damals geändert, aber um zu verhindern, dass China die Berliner Erfolgsgeschichte wiederholt, ist es notwendig, dass alle ein gemeinsames Projekt unterstützen. Dieses Projekt soll China wie auch den vielen Millionen Fernsehzuschauern und den Zuschauern vor Ort sagen, dass Selbstbestimmung und Achtung der Menschenrechte auch zu einer effizienten und modernen Gesellschaft gehören. Während der Spiele muss es gezeigt werden, dass es diese Achtung in China nicht gibt. Normalerweise gibt es eine strikte Kontrolle mit politischen und ethischen Äusserungen in Verbindung mit den Olympischen Spielen. Diese Kontrolle wird in China vermutlich noch schärfer sein. Olympische Spiele und Politik: Das olympische Ideal ist die Vereinigung der Menschheit und die Vermeidung von politischer und anderer Zersplitterung. Mit diesem Ideal sind wir einverstanden. Die olympische Charta erklärt, dass "keinerlei Demonstrationen oder politische, religiöse und rassenmässige Propaganda im olympischen Gebiet gestattet ist" (1), damit die Spiele auf rein sportlicher Grundlage abgehalten werden. Die Vermischung von Sport und Politik ist aber schon eine Tatsache, wenn das olympische Komitee die Wahl trifft, die Spiele in einem Land wie China zu platzieren, das für massive Verletzungen der Menschenrechte bekannt ist. Dadurch erhält das Regime die Möglichkeit - unter dem Vorwand, dass die Spiele unpolitisch sein sollen - sich ohne Widersprache Milliarden von Fernsehzuschauern gegenüber als ein modernes und effizientes Land darzustellen. Die Olympische Charta erwähnt als fundamentale Grundsätze der Olympischen Spiele "Respekt für universelle, fundamentale und ethische Grundsätze" und "die Förderung einer friedlichen Gesellschaft, die sich für die Erhaltung der Menschenwürde einsetzt". (2) Niemand kann doch angemessenerweise behaupten, dass das chinesische Regime mit diesen Idealen in Einklang ist. Wir halten die Verwendung der Farbe Orange für eine ethische und unpolitische Aussage, die in tiefer Übereinstimmung mit den Grundsätzen der olympischen Bewegung steht. Deshalb ist es wichtig und durchaus legitim, dass wir, die wir der Ansicht sind, dass China den einzelnen Menschen nicht achtet, zusammen stehen und den Fernsehzuschauern der ganzen Welt ein Signal geben, dass "etwas in China nicht stimmt, und dass wir es wissen". Nur so kann man politisch ausgewogene Olympische Spiele 2008 erreichen, wo die grossartigen Leistungen der Sportler nicht als politische Propaganda für ein repressives und diktatorisches Regime missbraucht werden. Idee: Die Idee besteht darin, die Farbe Orange umzudefinieren. Statt nur eine Farbe zu sein, wird sie ein Symbol der Menschenrechtsverletzungen in China. Wir fordern alle diejenigen, die zu den OS 2008 reisen, irgendetwas Orangefarbenes zu tragen: einen Hut, ein Kleid, ein Hemd, eine Krawatte, einen Kugelschreiber, eine Kameratasche u.ä., um dadurch zu signalisieren, dass das Regime in China seine eigene Bevölkerung nicht richtig behandelt. Auch diejenigen, die nicht die Wettkämpfe vor Ort verfolgen, fordern wir auf während der Spiele die Farbe Orange zu tragen, um ihren Widerstand gegen die chinesischen Menschenrechtsverletzungen zu markieren. Durch die Uminterpretation und die Verwendung der Farbe als Symbol der Verletzungen der Menschenrechte wird China schachmatt gesetzt. Nicht einmal China kann "die Farbe Orange" verbieten. Zugleich geben wir Tausenden von Sportlern, Journalisten, Zuschauern und anderen in Beijing im Jahre 2008 die Möglichkeit zu zeigen, dass sie wissen, dass die Olympischen Spiele in einem Land abgehalten werden, wo grundlegende Menschenrechte verletzt werden. Wir stellen uns vor, dass Tausende von Menschenrechtsverbänden, Sportverbänden, Tibet-Komitees, Umweltorganisationen, die chinesische Demokratiebewegung und andere, die die Entwicklung in China positiv beeinflussen wollen, diese Uminterpretation der Farbe Orange zu sich nehmen. Sie können selber die Farbe Orange in ihren Publikationen zu den Olympischen Spielen und China benutzen und ihre eigenen Mitglieder dazu auffordern, die Idee weiter zu verbreiten und selber in kreativer Weise die Farbe benutzen. Kunstperspektive: Der dänische Bildhauer Jens Galschiot und seine Kunstwerkstatt www.aidoh.dk (Art in Defence of Humanism) stehen hinter dem Projekt "Farbe Orange". Galschiot sieht Kunst als nichtsprachliche Kommunikation und benutzt oft seine Kunst, um internationale Kunsthappenings zu veranstalten, die sich auf die Verteidigung einer humanistischen Grundansicht konzentrieren. Normalerweise benutzt er Skulpturen für seine künstlerischen Manifestationen, aber auf Grund der engen Grenzen der Meinungsfreiheit bei OS 2008 hat er diesmal die Farbe Orange gewählt. Er finanziert selbst seine Kunst-Events durch Verkauf seiner Bronzeskulpturen an Kunstsammler, und er ist dadurch völlig unabhängig von politischen, wirtschaftlichen und religiösen Interessen. Galschiot sagt zu diesem Projekt: 'Es geht in Wirklichkeit gar nicht um eine Kampagne im traditionellen Sinne. Das Event soll Katalysator sein für eine Art Welle oder Gefühl, die mit eigener Kraft den ganzen Erdball umfasst. Es ist viel eher mit Poesie und Kunst verwandt als mit eigentlichem politischen Aktivismus. Es ist eine globale Geschichte, die sich selbst erzählt. Man kann sagen, dass wir mit dem totalitären Regime einen Kampf über die Interpretation der Wirklichkeit einleiten. Innerhalb der Meteorologie und der Physik arbeitet man mit einem "Schmetterlings-Effekt", der besagt, dass die Welt so komplex und zusammenhängend ist, dass die Flügelschläge eines Schmetterlings in China einen Sturm in Kalifornien auslösen können. Das Projekt ‚Farbe Orange’ könnte solch ein Schmetterling werden' erzählt Jens Galschiot und fährt fort "Ich möchte die Grenzen der strukturellen und kommunikationsmässigen Möglichkeiten, die von der Globalisierung geschaffen worden sind, herausfordern und testen.' In Kraft seiner Dynamik wird das Projekt als ein 'Gesamtkunstwerk’ funktionieren, wie es Joseph Beuys genannt hat. Die Grenzen zwischen Künstler, Kunstwerk und Beschauer sind verwischt. Alle werden ein Teil des Werkes, ob sie es wollen oder nicht, in Kraft dessen was sie tun oder nicht tun. Viele werden bewusst die Kampagne dadurch unterstützen, dass sie die Farbe Orange zu sich nehmen. Andere, die schon vorher orange gekleidet sind, werden es vielleicht vorziehen, oder werden sich gezwungen sehen, eine andere Farbe zu wählen. Ganz egal was sie tun, wird es bedeutungsvoll sein. Was sich nicht voraussehen lässt, ist wie die Behörden (Unterdrücker) reagieren werden. Die werden sich sehr leicht in eine Situation bringen können, wo sie sich unfreiwillig lächerlich machen. Veröffentlichung: Soll das Projekt ein Erfolg werden, ist es eine entscheidende Voraussetzung, dass es ein weltumfassendes Ereignis wird. Es wird notwendig sein, dass alle Journalisten, die die Olympischen Spiele kommentieren, wissen, dass die "Farbe Orange" die Unterdrückung in China symbolisiert. Die Mehrheit (vielleicht 80%) der Eintrittskarten für die Olympischen Spiele sind an chinesische Zuschauer verkauft oder reserviert worden. In einen Land wie China muss man annehmen, dass die Eintrittskarten an treue Stützen des Regimes verkauft worden sind. Die Zuschauer werden genau kontrolliert, deshalb können wir nicht erwarten, dass viele von ihnen sich der Kampagne anschliessen werden. Diejenigen, die sich mit der Farbe Orange kenntlich machen, werden fast alle Ausländer sein. Das wird vermutlich bedeuten, dass unter den Zuschauern nicht ein Meer von orangenen Tüchern zu sehen sein wird, aber man muss hier wie in einer jeden anderen Diktatur die kleinen diskreten Signale beachten. Trotzdem müssen wir auch die Kampagne an die Chinesen richten, denn es ist wichtig, dass gerade sie wissen, was die Farbe Orange symbolisiert. Man könnte sich auch vorstellen, dass einige Chinesen in verschiedenen Teilen des Riesenlandes die Gelegenheit nutzen, um gegen das System zu protestieren durch das Tragen der Farbe Orange während der Olympischen Spiele. Es muss so sein, dass - wenn die Kameras über das Stadion panorieren oder die einzelnen Sportler zeigen - bemerkt wird, ob etwas Orangefarbenes zu sehen ist. Wenn Sportler und Zuschauer in den Flughäfen ankommen, wird es kommentiert werden, ob sie orangefarbene Taschen tragen oder auch nicht. Um etwas solches zu erreichen, sind normalerweise Werbekosten in Millionengrösse notwendig - und wir verfügen nicht über Millionen, sondern nur über wenige Tausende. Hier geht es in der Tat um den Kampf Davids gegen Goliath. Deshalb wird dieses Event nur ein Erfolg werden, wenn alle guten Kräfte sich zusammentun, die Idee zu sich nehmen und sie in vielerlei kreativen Weisen benutzen. Wir legen keine Begrenzungen fest; jeder definiert selber wann und wie die Farbe Orange benutzt wird. Doch muss man darauf aufmerksam sein, dass wenn man Texte oder Symbole auf die orangefarbenen Gegenstände druckt, dann können sie in China als politische Propaganda zurückgewiesen werden. Webseiten: Das Internet-Bereich 'TheColorOrange.net’ wird die Drehscheibe und der Katalysator des Events sein. Hier können die Presse und andre Interessenten Inspiration dazu finden, wie man in kreativer Weise die Farbe Orange in Verbindung mit OS 2008 benutzen kann. Es wird hier zu finden sein: 1. Listen über diejenigen, die das Projekt unterstützen, und die die Farbe Orange in Verbindung mit den Olympischen Spielen benutzen werden. Man kann sich der Kampagne unmittelbar auf der Webseite anschliessen, und es wird hier auch Hinweise zu anderen Webseiten geben, die die Farbe Orange benutzt haben. 2. Es wird eine Mailing-Liste errichtet, wo es ständig Informationen zum Verlauf des Events geben wird. 3. Die Seiten dienen auch als Informationen an die Medien über den Gang der Aktion. Hier ist das Downloaden von Bildern und Hintergrundartikeln möglich. Wir haben eine Übersicht über Links zu Internet-Seiten erarbeitet, die sich mit der Verteidigung der Menschenrechte in China auseinandersetzen: http://www.aidoh.dk/China. Internet: Wir verbreiten die Aufforderungen durch das Netz von Jens Galschiot (Art in Defence of Humanism) und fordern die Mitglieder des Netzes dazu auf, die Idee noch weiter zu verbreiten. Dadurch sollte eine umfassende Resonanz gesichert sein. Diese Listen umfassen 35.000 Personen mit engen Verbindungen zu Medien, Aktivisten, NGO´s und Künstlerkreisen in der ganzen Welt. Ausserdem erwarten wir, dass die beteiligten Organisationen auch ihre eigenen Netze informieren. Wir errichten im Internet verschiedene Profile, Neuigkeitsgruppen, Diskussionsgremien usw., u.a. facebook. In Second Life werden wir dazu auffordern, dass man orangefarbene Tücher u.ä. während der Olympiawochen trägt. Wir kontaktieren die Blogger und bitten sie, auf das Event aufmerksam zu machen. Wie kann man die Farbe Orange benutzen: 1. Papier/Drucksachen: Informationen zu OS 2008 werden auf orangefarbenen Papier gedruckt. Nicht nur politische Erklärungen u.ä.; aber auch ganz gewöhnliche Mitteilungen an die Sportler usw. Man könnte sich vorstellen, dass die Zeitungen Teile ihrer Olympia-Informationen auf einer orangenen Hintergrundfarbe drucken, oder dass sie ein orangefarbenes Logo verwerden, wenn sie über die sportlichen Ereignisse berichten.. 2. E-Mail: Wir fordern alle dazu auf, in ihren E-Mails orangefarbenes Briefpapier oder Logos zu verwenden. 3. Bekleidung: Publikum, Sportler und andere Olympiateilnehmer tragen etwas Orangefarbenes, z. B. Koffer, Tasche, Hut, Taschentuch, Jacke, Krawatte, Ohrenringe, Kamerataschen, Handy, Kugelschreiber usw. 4. Die Sportler benutzen die Farbe Orange direkt in ihrer Bekleidung, Ausrüstung usw. Es wird ganz sicher Aufmerksamkeit und Achtung erregen, wenn der erste Olympiasieger während der Siegerehrung mit seinen orangefarbenen Taschentuch den Schweiss von der Stirn wischt. 5. NGO´s wie z. B. Amnesty International, Tibet- und Birma-Komitees könnten in den Flughäfen stehen oder die Sportverbände und Trainingslager in ihren jeweiligen Ländern aufsuchen, um orangefarbene Tücher oder anderes zu verteilen, das ihrer Schätzung nach Aufmerksamkeit erregen könnte. 6. Journalisten könnten ihre Notizen mit orangefarbenen Kugelschreibern machen. Wie können gewöhnliche Menschen zur Umdefinierung der Farbe Orange beitragen? Es ist wichtig, gewöhnlichen Bürgern, die die Olympischen Spiele nicht besuchen werden, Handlungsmöglichkeiten zu geben, um das Projekt zu unterstützen und um sich zur Lage in China zu äussern, z. B.: 1. Im Internet können sie das Logo des Projektes auf ihre Homepages, Internet-Profile u.ä. setzen, oder sie können Pressemitteilungen und Informationen über das Orange-Projekt oder über die Menschenrechtslage in China weitervermitteln. Man kann seinen Namen auf die Listen setzen, die sich mit China während der OS beschäftigen. 2. Sportvereine können die Farbe Orange benutzen, wenn sie lokale Olympiaveranstaltungen abhalten. Es können Kleinigkeiten sein, wie das Servieren eines orangefarbenen Willkommengetränks mit der Bemerkung, dass man dadurch an die Menschenrechtslage in China denkt, man könnte die örtliche Abteilung von Amnesty International einladen, um kurz etwas zur Lage in China sagen, bevor man sich auf die sportlichen Ereignisse konzentriert. 3. Während der Olympischen Spiele könnte man die Farbe Orange mit einer Aussage zur Menschenrechtslage in China tragen. Botschafter: Um die Verbreitung des Projektes zu sichern, werden Verbände und Persönlichkeiten aufgefordert, sich als Botschafter für das Projekt zu melden, zum Beispiel Menschenrechtsorganisationen, chinesische Dissidenten, prominente Sportler, Gewerkschaftler, Kulturpersönlichkeiten usw. Grundlage: Es wird eine kurze, aber breite Charta erarbeitet, das von diesen Persönlichkeiten und von allen, die im Internet das Projekt unterstützen, unterzeichnet wird. Dies wird auch die Grundlage des gesamten Projektes sein. 1. Z. B.: Wir fordern, dass China die Menschenrechte die Menschenrechte respektiert: Meinungsfreiheit, Zulassung von Gewerkschaften und politischen Organisationen, Recht zur Selbstbestimmung (Tibet) usw. Die Symbolik im Projekt "Farbe Orange": 1. Die Farbe ist von den orangegekleideten burmesischen Mönchen inspiriert. Auch unter den tibetischen Mönchen benutzen viele die Farbe teilweise in ihrer Bekleidung. 2. Die Farbe leitet die Gedanken an den Sträflingsanzug von Guantánamo hin. 3. Orange ist eine Mischung von Gelb und Rot. In China symbolisiert Rot Feuer und Gelb Erde. Diese beiden Elemente heben sich gegenseitig auf wie Yin und Yang. Orange kann deshalb auch als eine Art Harmonie interpretiert werden. Wir fordern, dass China Harmonie und Ausgeglichenheit in seiner Menschenrechtsbilanz erzielt. 4. Im Buch "The Beginners Guide to Colour Psychology" werden die positiven Eigenschaften der Farbe Orange als folgende beschrieben: Freude, Leidenschaft, Sensualität, physisches Wohlsein und Sicherheit. Die negativen Eigenschaften sind: Armut, Frustration und Unreife. Anmerkungen: 1. Die englische Ausgabe von der Olympischen Charta, S. 98, Abschnitt 51 "Propaganda und Werbung". 2. Ibid., S. 11. Grundsätze, Punkt 1 und 2.
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